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Portal: Webwissenschaft

Dieses Portal beschreibt Inhalte und Anforderungen der Prüfungen zum Modul M2 Webwissenschaft. Formal setzt sich die Veranstaltung aus drei Veranstaltungen zusammen: Medien- und kommunikationswissenschaftliche Theorien, Medien- und Informationsethik sowie Webwissenschaftliche Theorien. Praktisch gibt es zwei Veranstaltungen mit zwei Prüfer*innen: Medien- und kommunikationswissenschatliche Theorien & Medien- und Informationsethik bei Prof. Dr. Scheffler, webwissenschaftliche Theorien bei Prof. Dr Scherfer.

Diese Seite ist lediglich eine Zusammenstellung von Artikeln, die für den Studiengang Online-Redaktion an der TH Köln für das Modul Webwissenschaft relevant sind. Die eigentlichen Inhalte finden sich auf den verlinkten Seiten.

Die Modulnote setzt sich wie folgt zusammen:

Endnote 100 %
Medien- & komm.-wissens. Theorien + Ethik 70 % webwissens. Theorien 30 %
Klausurteil Medien- & komm.-wissen. Theorien + Ethik 70 % Klausurteil webwissens. Theorien 15 % Referat webwissens. Theorien 15 %

Medien- und kommunikationswissenschaftliche Theorien

Massenmedien definieren sich nach Maletzke nach fünf Kriterien. Auf dem Basis des basalen Verständnisses der Bedeutung des Begriffs der Massenmedien sind folgende Modelle zur Kommunikation von Medien und Gesellschaft relevant:

Allgemeines

Realität und Massenmedien

In der Beschreibung von Realität und Massenmedien ist Wilfried Schulz im Rahmen der Klausur heranzuziehen. Er sieht eine Verzerrung der Realität durch Medien als gegeben. Das lässt sich an drei Beispielen festmachen: Die Zusammensetzung von Redaktionen, der Sensations-Effekt und die Darstellung von Wissenschaft und Technik

Medien sind kein Spiegel der Gesellschaft, auch nicht in der Zusammensetzung der Redaktionen, Bevölkerungsminoritäten sind in Redaktionen und in der Berichterstattung unterrepräsentiert. Vergleichbare Unwuchten gibt es laut Schulz im Verhältnis von Frauen und Männern sowie Schichtzugehörigkeiten.

Verzerrende Auswirkungen hat weiterhin der Sensations-Effekt, der eine deutliche Überrepräsentation von Verbrechen in der Berichterstattung zur Folge hat. Während Kriminalität in den letzten Jahren statistisch abgenommen hat, ist die „gefühlte Realität“ eine andere.

Ein dritter Punkt, der laut Schulz dem Verzerrungseffekt unterliegt, ist die Darstellung von Wissenschaft und Technik. Wissenschaftliche Ergebnise würden oft falsch dargestellt werden, so Schulz. Negative Aspekte würden aufgegriffen, der eigentliche Kern der Untersuchung außen vorgelassen.

Medienwirkung ist in der Folge immer eine spezifische Brechung der Wirklichkeit. Ganze Regionen werden oft unterrepräsentiert dargestellt, es kommt zu einer ethnozentrischen Verzerrung der Medien. Die Merkmale, die eine Nachricht relevant machen, werden oft überrepräsentiert dargestellt.

Medienwirkungsmodelle

Die Entwicklung der Modelle zur Medienwirkung lassen sich grob in vier Phasen unterteilen, die sich durch wissenschaftliche Paradigmenwechsel voneinander abgrenzen lassen. Diese Einteilung ist mittlerweile als überholt zu betrachten und daher nicht in den Inhaltsartikeln, sondern nur in dieser Klausurübersicht zu finden.

1. Phase: Allmacht der Medien (1900-1940)

Der Anfang der Entwicklung von Medienwirkungsmodellen ist geprägt von der Vorstellung allmächtiger Medien. Es wurde eine lineare, direkte und monokausale Wirkung von Massenmedien auf Rezipierende angenommen. Massenmedien waren laut Modellen wie dem Stimulus-Response-Modell in der Lage, ganze Gesellschaften gleichzuschalten, jede*r Rezipient*in zeigt folglich die gleiche Reaktion auf den Stimulus des distribuierten Inhalts.

2. Phase: Wirkungslosigkeit der Medien (1940-1965)

Die zweite Phase der Geschichte der Medienwirkungsforschung liegt das Paradigma zugrunde, dass nicht alle Rezipierenden gleichzuschalten sind, weil sie durch diverse Variablen wie die Persönlichkeitsstruktur und das Vorwissen massenmedial distribuierte Inhalte unterschiedlich rezipieren. Erwähnenswert ist hier insbesondere das Konzept der Meinungsführerschaft, was besagt, dass interpersonale Kommunikation einen größeren Einfluss hat als die mediale. Das Konzept der Meinungsführerschaft ist u. a. im Zweistufenfluss-Modell aufgegangen.

3. Phase: Wiederentdeckung starker Medienwirkungen (1965-1980)

Die dritte Phase der Medienwirkungsforschung ist geprägt vom Wechsel der Perspektive: Nicht der Kommunizierenden und der medial vermittelte Inhalt war im Fokus, sondern der Umgang der Rezipierenden mit den Kommunikaten. Zugleich wurde, ähnlich der ersten Phase, den Medien eine sehr hohe Wirkungskraft zugestanden. Zu den entscheidenden Modellen der dritten Phase gehören der Uses-and-Gratification-Approach, die Wissensklufthypothese und das Agenda-Setting.

4. Phase: Transaktionale Wirkungsvorstellungen (ab 1980)

Ab 1980 lässt sich eine Phase der transaktionalen Wirkungsvorstellung verorten. Sowohl Medien als auch Rezipierende haben einen Einfluss auf die Kommunikation. Das vermittelte Bild der Medien ist nicht neutral, sondern von verschiedenen Einflüssen geprägt

Medien- und Informationsethik

Webwissenschaftliche Theorien


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