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medienwirkung

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medienwirkung [2019/01/16 17:24]
eric
medienwirkung [2019/01/20 12:42] (aktuell)
eric
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 =====Medienwirkung===== =====Medienwirkung=====
-Es gibt **keine einheitliche Definition** für den Begriff ​“Medienwirkung / Wirkung ​der Medien”, da sich die Ansätze zur Erklärung von Medienwirkung über die Jahre immer wieder verändert habenSelbst das Klassifizieren der Medienwirkung in verschiedene Bereiche wie  +Der Begriff ​der Wirkung ​hat einen naturwissenschaftlichen HintergrundEr beschreibt eine Ursache-Folge-RelationEine Wirkung ​bezieht sich auf ein Individuum und ist die Folge einer UrsacheAndere Begriffe wie Leistung oder Funktion beschreiben ähnlichesbeziehen sich aber nicht auf ein Individuum, ​sondern auf größere Segmente wie bestimmte Peer-Groups oder die eine Gesellschaft.
- +
-  * Wirkungsebene (Wissen, Emotionen, Einstellungen,​ Verhalten) +
-  * Wirkungsphase (präkommunikativ,​ kommunikativ,​ postkommunikativ) +
-  * Zeitdimension (langfristig,​ kurzfristig) +
- +
-ist problematisch,​ da diese Wirkungen funktional voneinander abhängen und ineinander übergehen. Auch die Medienwirkungsforschung ist im stetigen Wandel.  +
- +
-====Phasen der Medienwirkungsforschung==== +
-1. Phase: In den 30er Jahren wurde sich noch an das **Stimulus-Responsive-Modell** aus der Naturwissenschaft entlehntDieses geht von einem passiven Rezipienten aus, bei dem eine Wirkung ​erzielt wird, sobald der Stimuli des Kommunikators ihn trifft. Dabei ist die Wirkung bei verschiedenen Rezipienten immer die Gleiche, und umso länger der Stimuli andauert, umso wirkungsvollerDen Medien wurde somit ein hohes Wirkungspotential zugesprochenbis hin zur absoluten Meinungsbildung und Manipulation der Massen. +
- +
-2. Phase: In den 50er und 60er Jahren wurde das Wirkungspotential der Medien wiederum geringer eingestuft und das Stimulus-Responsive-Modell widerlegt. Es wurde davon ausgegangen,​ dass die Medien lediglich die bereits vorhandene Einstellung des Rezipienten verstärken. Denn der Rezipient wurde nicht mehr als vollkommen passiv betrachtet, sondern als ein Individuum, ​das durchaus zur Selektion von Stimuli fähig ist. +
- +
-3. Phase: Ab den 70er Jahren wurde ein **transaktionaler Ansatz** (Erstmal von Bauer und später in den 80ern von Früh sowie Schönbach mit dem dynamisch transaktionalen Ansatz) angestrebt, der die Wechselwirkung/​den Austausch zwischen Kommunikator und Rezipient betonte. Wobei schnell deutlich wurde, dass die verschiedenen Faktoren, die diese Wechselwirkung beeinflussen,​ so vielfältig und unvorhersehbar sind, dass eine wissenschaftliche Messung der Medienwirkung nie alle Faktoren mit einbeziehen kann. Letztlich sind in der Medienforschung erhobene Daten also nie hundertprozentig valide. +
- +
-Mit den neuen Medien, und ihren zahlreichen Formaten, steigt die Komplexität für eine einheitliche Definition von Medienwirkung und Ihrer Erforschung stetig.+
  
 +Basis der Wirkungsforschung war zunächst ein Kausalitätsprinzip,​ was von einer identischen Wirkung bei allen Rezipierenden ausging (Stimulus-Response-Modell). Es folgten Ansätze der Betrachtung der Wahrnehmung der Rezipierenden,​ so beim Nutzen-Belohnungs-Ansatz,​ die Rezipierende als aktive Wesen sehen, die zielgerichtet konsumieren,​ und keine gleichgeschaltete Masse sind und ihre Bedürfnisse mit dem Konsum befriedigen. Diese können kognitiver, affektiver, interaktiver oder integrativer Art sein. In einem dritten Schritt entwickelte sich das Modell eines transaktionalen Ansatzes, der Elemente des Stimulus-Response-Modell (Wirkmacht der Medien), und des Nutzen-Belohnungs-Ansatzes (Rezipierende nicht passiv und gleichgeschaltet) miteinander vereint. Beides beeinflusst einander. Rezipierende liefern durch Reaktionen Wirkungspotential,​ mediale Stimuli stellen den Rohstoff für das Wirkungspotential.
  
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medienwirkung.txt · Zuletzt geändert: 2019/01/20 12:42 von eric