Themenkonferenz

Themenkonferenzen finden sich im Organisationsdesign einer klassischen journalistischen Redaktion wieder. Sie sind eine häufig angewendete Form der gemeinsamen Zusammenarbeit einzelner Journalist:innen und Redakteur:innen und dienen sowohl zum kollektiven, kreativen Austausch, als auch zur Qualitätssicherung eines bestimmten Mediums.

Inhalt und Ablauf

Eine Themenkonferenz findet in der Regel, beispielsweise bei einer Wochenzeitung einmal in der Woche, häufig zu Beginn, statt. Hierbei versammelt sich die gesamte Redaktion gemeinsam, um darüber zu sprechen, welche Themen und Inhalte diese Woche im Medium eine Beachtung finden sollen. Dies geschieht in der ersten Phase erst einmal als offene Runde, in der Gedanken und Ideen geäußert werden können. Diese werden dann von der Redaktion eingeordnet und gemeinsam gewichtet. Dabei wird darauf geachtet, dass es beispielsweise genügend internationale, bundesdeutsche, regionale und lokale Themen sind und dass die Inhalte in unterschiedlichen Themenfeldern, wie z.B. Politik, Wirtschaft, Kultur liegen. Danach wird festgezogen, welche genauen Inhalte in welchem Umfang recherchiert, geschrieben und veröffentlicht werden sollen. Häufig werden in dieser Phase der Themenkonferenz auch schon Aufteilungen gemacht, wer sich konkret um was kümmert.

Was ist wichtig zu beachten?

Bei einer Themenkonferenz sollten möglichst alle Beteiligten gehört werden, sodass darauf geachtet wird, dass es keinen „blinden Fleck“ gibt und einige Themen völlig unbeachtet werden. Daher ist es so wie auch bei Redaktionsmitgliedern bzw. Mitarbeitenden in journalistischen Betrieben wichtig, dass eine möglichst hohe Diversität in beispielsweise Geschlecht, Alter oder Herkunft bei den Teilnehmenden der Themenkonferenz gibt. So kann sicher gestellt werden, dass viele Perspektiven auf das Geschehen geworfen werden und gleichzeitig auch alle Menschen in den Themen des Endprodukts abgebildet fühlen.

Beispiel

Ein mögliches Teilresultat einer Themenkonferenz könnte so aussehen (natürlich wäre die Anzahl der Themen für die gesamte Zeitung deutlich höher):